In der Tanzperformance Totem_Body geht es um eine ethnologische Symbolik, die ursprünglich durch die First Nation People Nordamerikas ins kollektive Bewusstsein gerückt wurde.
Dort bezeichnet der Begriff Totem neben der religiös-mythologischen Bedeutung, die durch ein Tier, wie beispielsweise dem Donnervogel, oder eine Pflanze verkörpert wird, auch die verwandtschaftliche Zugehörigkeit zu einem Ahnenclan. Die dafür rituell errichteten Totempfähle verkörpern diese Symbole auf eine künstlerisch -plastische Weise. Die Darstellungen auf diesen Pfählen variieren dabei erheblich zwischen den jeweiligen indigenen Stämmen und stellen eine unglaubliche Vielfalt dar.
Die Performance setzt sich inhaltlich mit dem Totem als einen Sensor auseinander, welcher ein umfangreiches und vielgestaltiges Netzwerk verborgener Seinszustände verknüpft, und versucht, diese Bedeutung mit der Sprache des Butoh ins Szene zu setzen.
Dabei geht das Stück auch der Frage nach, ob und inwieweit Totems in unserer Zivilisation einen Platz haben können, gerade im Hinblick auf unser angespanntes Verhältnis zur Natur.
Begleitet von Livemusik bespielen die Tänzerinnen und Tänzer des Butohateliers den gesamten Raum der halle50.