Die Arbeiten des deutsch-vietnamesischen Künstlers An Laphan (geb. 1990) sind unmittelbare Erkundungen von Ritualen der Bewältigung, die von dekolonisierter Identität, Migrant Body Horror und nachhaltigen Erinnerungen des Traumas handeln.
Sie beleuchten beklemmende Eigenperspektiven auf die tieferliegende Dysfunktion von scheinbar intakten gesellschaftlichen Abläufen, die durch das Aufwachsen in einer bayerischen Kleinstadt und durch die Erfahrungen innerhalb unsichtbarer und ethnisch voreingenommener Machtstrukturen beeinflusst wurden.
Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste als Meisterschüler von Prof. Klaus vom Bruch und erhielt für sein Schaffen bisher unter anderem folgende Auszeichnungen: Bayerischer Atelierpreis (2025), KUNSTFONDS_Stipendium (2024), Erwin und Gisela von Steiner-Stiftung (2023), Debütant*innen (2023), Junge Kunst und neue Wege (2021), Goethe-Institut Villa Kamogawa (2019), USA-Stipendium (2018).